Tagesablauf einer Tagesmutter



Aus dem Alltag einer Tagesmutter…….

Mein Tag beginnt um 6.30 Uhr. Die eigenen Kinder werden versorgt und in die Schule geschickt. Das erste Tageskind Marla, 2 Jahre alt, kommt um 7.30 Uhr hereinspaziert und frühstückt noch ein bisschen mit mir. Bald darauf kommt Olivia, ebenfalls 2 Jahre alt, und nun spielen die beiden bei der Puppenküche oder sie malen am Malplatz.

In dieser Zeit räume ich den Frühstückstisch ab und erledige Hausarbeit. Anschließend gehen wir raus in den Garten. Ich staune immer wieder, wie ausdauernd die Kleinen beim Schaukeln und Rutschen sind.
Wenn das Wetter schön ist, essen die Kinder ihre Jause auf der Terrasse. Das ist für mich eine gute Gelegenheit die Wäsche aufzuhängen.
Während der Jause schneide ich Gemüse für das Mittagessen. Falls Marla und Olivia im Sandkasten spielen wollen, treffe ich weitere Vorbereitungen in der Küche, von wo aus ich die Mädchen im Auge behalten kann.
Das Kochen ist meist stressig, weil ich oft zwischen Küche und Garten hin- und herlaufe. Wenn Marla um 12.15 Uhr abgeholt wird, hat sie meistens schon gegessen. Olivia wird um 12.30 abgeholt und isst zu Hause. Um 12.45 Uhr wird Raphaela, 1 ¾ Jahre, gebracht. Sie hat bereits ihr Mittagsschläfchen hinter sich und isst bei uns.
Nach dem Essen spielen meine Töchter Katharina (13 Jahre) und Christina (8 Jahre) mit Raphaela, während ich die Küche sauber mache.
Anschließend gehe ich mit Raphaela Einkäufe erledigen. Auf dem Heimweg füttern wir im Park die Enten. Zu Hause wird Raphaela von Kathi und Christina freudig erwartet und ab geht's in den Garten.

Beim Spielen, Scherzen, Toben und Lachen vergeht die Zeit im Nu – Langeweile gibt's nie!

Magarete Wallner

 

 

Mein Tagesbericht – Kleinpötzl Maria

Mein Arbeitstag beginnt um ca. 6 Uhr und endet um 17 Uhr. Ich betreue derzeit vier Kinder. Mein erstes Kind ist Julia, sie ist 9 Jahre alt und kommt jeden Morgen um 6.15 Uhr zu mir. Während der Ferienzeit hüpft sie oftmals noch in das kuschelige Bett, um ein bis zwei Stunden weiterzuschlafen. Julian ist 5 Jahre alt, er kommt um ca. 7.30 Uhr zu mir. Er möchte am liebsten gleich den Fernseher einschalten, aber wir schaffen es immer ohne Film. Eine Zeichnung und ein neues Puzzle sind auch verlockend.

Um 8.30 Uhr wecken wir gemeinsam Julia auf, da wir Dominic mit dem Auto von zu Hause abholen müssen. Gut, dass ich ein großes Auto habe, denn auch mein weiteres Tageskind Lena muss noch Platz haben.
Dominic wartet jeden Morgen schon ungeduldig auf seine Spielkameraden. Nachdem alle Kinder im Auto sicher angeschnallt sind, geht es nach Hause. Daheim angekommen, helfen wir alle zusammen und bereiten gemeinsam ein tolles Frühstück vor.


Mein Vormittagsprogramm: Wenn schönes Wetter ist, frühstücken wir auf der Terrasse, das kann oft bis zu einer Stunde dauern, denn die Kinder haben viel zu erzählen. Manchmal unterstützen sie mich beim Abräumen des Frühstückstisches. Aber es gibt auch Tage, an denen sie lieber gemeinsam spielen. Die beiden Mädels sind schon tüchtige Köchinnen. Am liebsten wäre es den beiden, würden wir gleich mit den Vorbereitungen für das Mittagessen beginnen. Beim Mittagstisch hat jedes Kind seinen eigenen Platz. Nach einem kurzen Tischgebet oder Dankspruch lassen wir uns die Mahlzeit schmecken. Einmal in der Woche darf sich jedes Kind ein Wunschmenü wählen.

Lena und Julian machen nach dem Essen ein Mittagsschläfchen. Während ich meine Küchenarbeiten erledige, haben meine zwei Schulkinder die Aufgabe, ihre Hausübungen ordentlich zu machen. Während dieser Zeit habe ich oft eine kurze Verschnaufpause, in der ich meinen Kaffee genieße. Den Nachmittag verbringen wir nach all den Erledigungen der Schulaufgaben häufig im Freien. Eine Lieblingsbeschäftigung der Kinder ist ein Waldspaziergang. Mit Gummistiefeln und einem Korb für Fundgegenstände bestückt, marschieren wir los. Wir finden jedes Mal eine Menge interessanter Sachen zum Mitnehmen.

Unsere Waldwanderung dauert manchmal über 1 ½ Stunden. Hungrig, durstig und vor allem müde kommen wir dann nach Hause. Im Anschluss genießen wir eine Obstjause. Heute gab es kein einziges negatives Erlebnis, keinen Streit und keine Verletzungen. Dominic wollte wieder einmal nicht als erstes Kind abgeholt werden. Aber als dann die Mutter Julia auch gleich mitnahm, war es für Dominic leichter. Lena und Julian werden gegen 18 Uhr abgeholt. Zum Abschluss des Tages machten sie noch ein tolles Traktorrennen mit den Trettraktoren. Ein schöner Tag geht zu Ende, ich räume die Terrasse noch fertig auf und gönne mir dann noch eine kurze Radtour als sportlichen Ausgleich.